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Im
Laufe der Geschichte bildeten sich insbesondere zwischen 1720 und 1750
zum Zwecke der Ortsverteidigung Schützengesellschaften heraus. Nach
den Statuten vom 13. März 1863 besteht die Burgstädter Schützengesellschaft
seit dem Jahre 1736. Sie wurde auf Anregung des Rochsburger Grafenhauses
von Schönburg als Schützenkorps gegründet.
Der folgende Siebenjährige Krieg verbot die Abhaltung derartiger
Veranstaltungen. Das Schießen ruhte, die Gewehre wurden abgeliefert.
1792 beschloß der Verein die Anschaffung neuer Uniformen. Festgelegt
wurden grüntuchene Röcke, gelbtuchene Westen, gelbtuchene Hosen
mit gelben Knöpfen.
1820
wurde für 30 Thaler eine neue Vereinsfahne mit königlichem Wappen
angefertigt.
1865 wurde eine grün-weiße Fahne mit neuem sächsischen
Wappen für 100 Thaler angefertigt.
1886 wurde durch die weitere Bebauung des Ortes ein Neubau des Schützenhauses
erforderlich. Die Felder hinter dem Wettinhain wurden erworben und das
Bauvorhaben umgesetzt. Hier wurde bis zum 2. Weltkrieg geschossen, in
Kriegszeiten auch, überwiegend zur militärischen Ausbildung.
Im Jahre 1887 wurde die neue Schützenfahne eingeweiht, zu deren Weihe
über 800 Gäste kamen. Das rechte Foto zeigt einen Burgstädter
Schützenkönig um das Jahr 1880.
Das
linke Foto zeigt die Mitglieder des Schützenvereines im Jahre 1900
mit dem Mausergewehr 71 im Kaliber 11mm. Dieses Gewehr wurde ab 1892 aus
der deutschen Heeresbewaffnung ausgegliedert, blieb aber bei der Reichszollverwaltung
und dem Landsturm bis 1914 im Einsatz.
Um 1900 konnte man im Waffenhandel das Gewehr 88 zu 52,- Reichsmark, das
Gewehr 98 zu 100,- Reichsmark kaufen, als "Wehrmannsbüchsen"
im Kaliber Kaliber 8,15x46,5 gab es das Gewehr 88 zu 65,- Reichsmark und
das Gewehr 98 zu 85,- Reichsmark. Das obsolete Gewehr Mauser 71 kostete
im Jahre 1900 ganze 40,- Reichsmark. Heute kostet es ca. 1100,-€,
geschossen wird es in der Disziplin LP 2.02 "Ordonnanzgewehr 2"
des Sächsischen Schützenbundes.
Ein
weiteres Foto(rechts) zeigt die Reiterabteilung des Schützenvereines
Burgstädt im Jahre 1925 vor der Schießhalle am heutigen Lindengarten.
1945 wurden auf Anordnung der sowjetischen Militärverwaltung alle
Schießvereinigungen verboten und auch in Burgstädt wurde der
Verein aufgelöst. In der DDR waren alle freien Schützenvereinigungen
untersagt, der Schießsport wurde in der staatsnahen "Gesellschaft
für Sport und Technik" organisiert. 1990 wurde der Schützenverein
Burgstädt e.V. neu gegründet.
Neugründung »
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